Einführung
Der Küstenabschnitt zwischen Piran und Strunjan bietet die dramatischste Naturkulisse der slowenischen Adria. Uralte Flyschfelsen fallen steil ins türkisfarbene Wasser ab, die Mondbucht schmiegt sich zu einem nahezu perfekten Halbmond, und der bewaldete Bergrücken über dem Meer eröffnet weite Ausblicke bis hin zu den italienischen Alpen. Dies ist das raue, unberührte Herz der slowenischen Küste – geformt allein von Wind, Wellen und der Zeit.
Geographie und geologischer Ursprung
Dieses Küstenschutzgebiet verbindet drei miteinander verbundene Naturzonen:
- Naturschutzgebiet Strunjan – das größte geschützte Küstengebiet Sloweniens
- Mondbucht (Mesečev zaliv) – eine durch Erosion entstandene halbmondförmige Bucht
- Piran-Klippen – die westliche Fortsetzung der Flyschwand unterhalb der Stadt Piran
Zusammen bilden sie das 123 m hohe Felswandsystem Strunjan–Piran , die höchste ununterbrochene Flyschwand in der Adria.
Flysch – eine geschichtete Mischung aus Sandstein und Mergel – erodiert leicht, weshalb sich die Klippen ständig neu formieren und Terrassen, Unterwasserplateaus und steile bewaldete Hänge bilden.
Wichtigste natürliche Merkmale
1. Piran-Klippen – ein absolutes Muss
Die Klippen unterhalb von Piran markieren den westlichen Eingang zum Naturschutzgebiet. Im Gegensatz zur Stadtpromenade ist dieser Abschnitt wild und zerklüftet:
- schmale Felsvorsprünge am Fuße der Klippen
- tiefes, klares Wasser, ideal zum Schnorcheln
- Blick Richtung Italien bei Sonnenuntergang
- seltene Seevögel nisten in der Felswand
Dies ist die ruhigere, natürlichere Fortsetzung der Küstenlinie von Piran.

2. Mondbucht (Mesečev zaliv) Ein Muss
Einer der meistfotografierten Naturstrände Sloweniens. Seine amphitheaterartige Form entstand durch die kontinuierliche Erosion der Flyschhänge.
Moon Bay ist bekannt für:
- unberührtes Wasser
- Keine Gebäude, Bars oder Boote
- steile, bewaldete Hänge bilden einen natürlichen Kreis
- eine ruhige, friedliche Atmosphäre
Es ist ein unverzichtbarer Zwischenstopp für Schwimmer, Wanderer und Fotografen.
3. Strunjan-Klippen
Das Herzstück des Reservats – 4 km nahezu senkrechte Felswände. Es handelt sich um die höchste durchgehende Felswand an der Adria , die seit 1990 unter Schutz steht.
Aus den oberen Perspektiven erhält man:
- Weitblick über Piran, Izola und Italien
- geschichtete Flyschmuster
- gewaltige Sonnenuntergänge
- Klare, luftgestützte Perspektiven ohne Drohneneinsatz

4. Küstenwald- und mediterrane Vegetation
Der Bergrücken oberhalb der Klippen ist mit Kiefern, Steineichen und immergrünen Sträuchern bewachsen. Wege verlaufen parallel zum Rand und ermöglichen einen sicheren Zugang zu Aussichtspunkten.

5. Die Salinen von Strunjan
Teil eines größeren geschützten Ökosystems. Diese Pfannen gehören zu den ältesten in der nördlichen Adria und ziehen viele Wasservogelarten an.
Beste Reisezeit
- Mai–Juni: klares Meer, wenige Besucher, gutes Licht
- September–Oktober: Warmes Wasser und Fotografie in der goldenen Stunde
- Winter: dramatische Stürme und beeindruckende Ausblicke von oben
- Juli–August: Besuchen Sie uns früh morgens oder nach 17:00 Uhr, um der Hitze zu entgehen.
Fotospots
- Piran-Klippen: Warmes Licht und die Silhouette der Stadt
- Ufer der Moon Bay: türkisfarbene Spiegelungen
- Aussichtspunkt Strunjan: das ikonische Panorama
- Strunjan-Kreuz (Križ): weite Aussicht auf Italien
- Salzpfannen: Abendliche Spiegelungen und sanfte Farbtöne
Anreise
Zu den Piran-Klippen:
- Parken Sie in der Nähe von Fornače am Eingang von Piran
- Gehen Sie 10–15 Minuten in Richtung des Klippenwegs.
- Folgen Sie den sichtbaren Küstenwegen (unmarkiert, aber deutlich erkennbar).
Nach Moon Bay & Strunjan:
- Park im Dorf Strunjan
- Folgen Sie dem markierten Waldweg (20–30 Minuten).
- Der Zugang zur Moon Bay ist nur zu Fuß möglich.
Aus Izola oder Portorož:
- Mit dem Bus oder Taxi nach Strunjan
- Klippenpfade verbinden alle drei Gebiete
Fakten & Tipps
- Dies ist ein geologisch sensibles Gebiet – halten Sie Abstand zum Klippenrand.
- Steinschläge sind ein natürliches Phänomen; bleiben Sie auf den markierten Wegen.
- Im Reservat sind offenes Feuer, Boote, Lautsprecher und Zelten verboten.
- Die Wasserqualität ist ausgezeichnet, da sich keine Häfen in der Nähe befinden.
- Flyschterrassen setzen sich unter Wasser fort – ideal zum Schnorcheln.
- Das Gebiet beherbergt seltene Seevögel und eine einzigartige Küstenflora.
Abschluss
Die Klippen von Strunjan und Piran bilden die wildeste Küste Sloweniens – ein Ort, an dem die Naturgewalten noch sichtbar wirken. Die Mondbucht besticht durch stille Schönheit, Strunjan durch seine dramatische Atmosphäre und Piran durch sein historisches Flair. Ob beim Wandern, Schwimmen oder Fotografieren, dieser Küstenabschnitt bietet eines der unvergesslichsten Naturerlebnisse an der Adria.