Kurzübersicht – Mangart-Sattel, Slowenien
Der Mangart-Sattel ist einer der spektakulärsten Hochgebirgspässe der Julischen Alpen – eine schroffe Kerbe zwischen hoch aufragenden Kalksteinwänden auf fast 2000 m Höhe. Eine schmale Alpenstraße schlängelt sich steil durch Tunnel und Serpentinen hinauf zu einem Panoramaplateau mit Blick bis nach Slowenien und Italien.
Vom Sattel aus führen kurze Pfade zu Bergrücken und hochgelegenen Aussichtspunkten, die einige der eindrucksvollsten alpinen Landschaften der Region bieten.
- Typ: Hochgebirgsaussichtspunkt / Gratweg
- Region: Alpen / Grenze zum Nationalpark Triglav
- Beste Jahreszeiten: Sommer bis Frühherbst
- Ideal für: Fotografen, Bergwanderer, Autoreisende
Einführung
Der Mangart-Sattel ist der höchste mit dem Auto erreichbare Punkt Sloweniens und einer der malerischsten Orte der Julischen Alpen. Er liegt direkt unterhalb des massiven Mangart-Gipfels, umgeben von Felswänden, Geröllhängen und offenen alpinen Wiesen.
Selbst ohne den Gipfel zu besteigen, fühlt sich schon das Erreichen des Sattels wie ein Ereignis an – die Aussicht ist unmittelbar und überwältigend.
Geographie / Geologischer Ursprung / Hintergrund
Der Sattel liegt zwischen dem Mangart-Massiv und den Bergrücken oberhalb des Koritnica-Tals. Gletschereinschnitte, Gesteinserosion und tektonische Hebungen formten die dramatischen Hänge und zerklüfteten Kalksteinwände, die das Gebiet prägen.
Die Alpenstraße selbst schlängelt sich durch eine Reihe von handgehauenen Tunneln und folgt einem schmalen, in steile Berghänge eingeschnittenen Felsvorsprung – eine der ausgesetztesten Bergstraßen der Region.
Was es zu sehen gibt: Hauptmerkmale
1. Das Mangart-Sattelplateau – ein absolutes Muss!
Der Hauptaussichtspunkt – ein hohes, offenes Plateau mit direktem Blick auf den Mangart-Gipfel darüber und die Täler Koritnica und Log Koritnica darunter.
2. Italienische und slowenische Sichtweisen
Kurze Wege führen zu Aussichtspunkten auf beiden Seiten des Sattels und bieten einen kontrastierenden Blick auf die Landschaften der slowenischen Alpenbecken und der italienischen Region um den Lago di Fusine.
3. Gratweg & Kletterzustiege – UNBEDINGT ANSEHEN
Eine markierte Route führt vom Sattel hinauf zum Mangart und den umliegenden Bergrücken. Selbst Teilanstiege bieten starke Aussichten und weite Panoramen.
4. Alpenstraßentunnel
Der Aufstieg zum Sattel beinhaltet mehrere enge Tunnel, die direkt durch den Kalkstein gehauen wurden – ein einzigartiges Erlebnis.

Beste Reisezeit
Straße und Sattel sind nur in der schneefreien Jahreszeit begehbar.
- Sommer: zuverlässigste Erreichbarkeit und stabiles Wetter.
- Frühherbst: klare Luft, weite Ausblicke und weniger Menschen.
- Spätfrühling: Schneefall möglich; Straße oft gesperrt, bis sich die Bedingungen bessern.
Fotografie-Highlights
Mangart Saddle bietet weite, filmische Bildausschnitte mit starken Vordergrundelementen.
- Sonnenaufgang: warmes Licht über der italienischen Seite und dem Becken der Fusine-Seen.
- Firstlicht: Seitenlicht auf zerklüfteten Kalksteinschichten.
- Sattelplateau: perfekt für Weitwinkelaufnahmen mit Gipfeln auf beiden Seiten.
- Straße & Tunnel: Dramatische Führungslinien, die die Hänge hinaufführen.
Anreise
- Mit dem Auto: Fahren Sie von der Log Pod Mangartom-Gegend aus auf der Mangart Road; es fällt Maut an.
- Parken: Ausgewiesene Parkplätze unterhalb des oberen Abschnitts; der letzte Abschnitt kann bei Einschränkungen nur zu Fuß erreichbar sein.
- Wanderwege: kurze Gratwege vom Sattel aus; technisch anspruchsvollere Aufstiege zum Mangart-Gipfel.
- In der Nähe: Kombinieren Sie es mit dem Soča-Tal oder den Fusine-Seen (Italien).
Interessante Fakten
- Die Mangart Road ist eine der höchstgelegenen asphaltierten Straßen Europas.
- Der Sattel liegt direkt unterhalb des Mangart (2.679 m), dem dritthöchsten Gipfel Sloweniens.
- Das Gebiet liegt beiderseits der Grenze zwischen Slowenien und Italien und bietet Ausblicke in beide Länder.
- Auf schattigen Hängen kann der Schnee bis weit in den Sommer hinein liegen bleiben.
Abschluss
Der Mangart-Sattel ist alpine Dramatik pur – Tunnel, Felswände, Grate und weite Panoramablicke in alle Richtungen. Wer ein unvergessliches Hochgebirgserlebnis in Slowenien sucht, ist hier genau richtig, um innezuhalten, durchzuatmen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.